Heute wurde das Projekt zum Bau der Transrapidstrecke vom Münchner Flughafen zum Münchner Hauptbahnhof über Neufahrn, Eching, Unter- und Oberschleissheim zum Bahnhof eingestellt. Die Kosten waren letztendlich der entscheidende Punkt. Statt den 1,85 Milliarden wären nun 3 Milliarden Euro Kosten angefallen – überwiegend Mehrkosten im Bereich der Bauindustrie.
Die Transrapidstrecke hätte bei einer Streckenlänge von ca. 38 km mit 2 Haltestationen 10 Minuten von Hauptbahnhof München, bis zum Airport München gebraucht. Die S1 des MVV München benötigt bei etwa gleichlanger Streckenlänge ca. 40 Minuten. Der Transrapid hätte den Münchner Flughafen somit sicherlich in dessen Attraktivität gesteigert und Verkehr von der Strasse auf die Schwebebahn gebracht.
Während Naturschützer indess aufatmen, kritisieren Technologieexperten die Einstellung des Prestigeobjektes. Der Transrapid soll aber weiterhin exportiert werden. Die ehemals Projektgebundenen Budgets des Bundes sollen zur Staubekämpfung verwendet werden. Der Etat des Landes Bayern soll für andere Hochtechnologieprojekte eingesetzt werden – zusammengefasst ist das Geld für den Steuerzahler als Leistungsempfänger sicherlich besser aufgehoben.
