Christoph1 am Münchner Flughafen

Seit Ende 2006 steht der erste deutsche Rettungshubschrauber “Christoph 1″ am Flughafen München, bevor er 1984 ausser Dienst gestellt wurde und seither auf einigen Flugshows zu sehen war.

Die BO 105, mit der 1970 das Zeitalter der Luftrettung in Deutschland begann, war auch in technologischer Hinsicht eine echte Innovation. Durch Doppeltriebwerk und gelenklosen Titan Rotor-Kopf konnten Flugsicherheit und Manövrierfähigkeit gegenüber Vorgängermodellen erheblich verbessert werden. Wie kam es zum Einsatz des ersten deutschen Rettungshubschraubers?

Ende 1960 stieg die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland stark an – mit nahezu 20.000 Toten hat sie 1970 ihren Höhepunkt erreicht.

Dr. Hans Burghart, Chirurg am Städtischen Krankenhaus München-Harlaching, erkannte: Durch qualifizierte Sofortmaßnahmen am Unfallort könnten viele Unfallopfer überleben, die sonst nicht einmal den Transport in ein Krankenhaus überstehen würden. Zusammen mit dem ADAC entwickelte Burghart ein Konzept zur Luftrettung.

Von 1968 an, charterte der ADAC einen Hubschrauber vom Typ Bell 206 B Jet-Ranger mit dem Funkrufnamen “Kolibri” versuchsweise für Einsätze rund um München. In der ersten Testphase war der Hubschrauber am Flughafen München-Riem stationiert, später zur Analyse der winterlichen Einsatzbedingungen dann vom Klinikum rechts der Isar.

Aus diesen Testläufen entstand nach dem “Münchner Model” zum 1. November 1970 der erste offizielle zivile Luftrettungsstützpunkt am städtischen Krankenhaus München Harlaching. Zur Crew gehörten ein Arzt vom Krankenhaus Harlaching, ein ADAC-Pilot und ein Rettungssanitäter vom Bayerischen Roten Kreuz.

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