Englischer Garten
Der Englische Garten ist mit Sicherheit eine der schönsten Plätze in ganz München. Es ist eine grüne Oase mitten in der Stadt. Die Münchner verbringen hier gerne ihre Freizeit. Sie nutzen das große Freizeitangebot, oder relaxen einfach nur. Das Angebot ist riesengroß, so dass jeder auf seine Kosten kommt. Eltern toben mit ihren Kindern ausgelassen auf den Wiesen, Hundebesitzer gehen mit ihren Vierbeinern Gassi und Singles und Paare liegen gemütlich auf der Rasenfläche. Etwa 12 Kilometer Reitwege befinden sich in der Parkanlage. Der Englische Garten in München ist somit ein Anziehspunkt für Menschen jeden Alters. Mit seiner wildromantischen Atmosphäre verzaubert er die Besucher immer wieder. Jährlich besuchen rund 3,5 Millionen Menschen den Englischen Garten. Er bietet eine Wegstrecke von insgesamt 78 Kilometern, und es befinden sich etwa 100 Brücken und Stege auf dem Gelände. Gerade am Wochenende gehen hier im Park viele Münchner spazieren.
Den Englischen Garten gibt es bereits seit 1789 in München. Ursprünglich war er allerdings als Militärgarten geplant. Bald entwickelte man jedoch die Idee, ihn als Park für die Bevölkerung umzugestalten. 1792 wurde der Park dann für die Bevölkerung geöffnet. Anfangs gab es in dem Park eine Baumschule, Modellfarmen, eine Ackerbauschule und eine Schäferei. So sollte der Bevölkerung die Landwirtschaft nähergebracht werden. Der Englische Garten ist der weltgrößte innerstädtische Garten, sogar größer als der New Yorker Central Park. Der Englische Garten vereint viele Kulturen und Stilrichtungen. Das passt zur multikulturellen Bevölkerung Münchens.
Das japanische Teehaus existiert bereits seit 1972, und wurde von einem Japaner erbaut. Ein Japaner führt die Besucher in die original japanische Teezeremonie ein. Es wurde anlässlich der Olympischen Sommerspiele errichtet. Damals entstand nämlich die Städtepartnerschaft mit Sapporo in Japan. Ein schöner japanischer Garten ziert das Gelände rund ums japanische Teehaus.
Der 25 Meter hohe Chinesische Turm wurde bereits wesentlich früher erbaut. Er wurde im Jahre 1790 fertiggestellt und ist heute ein beliebter Treffpunkt. An seinem Fuße befindet sich ein beliebter Biergarten, in dem sowohl Münchner als auch Touristen im Sommer ein Bierchen genießen. Der Biergarten umfasst unglaubliche 7000 Sitzplätze, so dass im Sommer hier einiges los ist. Er ist somit einer der größten Biergärten Bayerns. Dort wird auch des öfteren original bayerische Blasmusik gespielt. Kinder können sich währenddessen auf dem Spielplatz austoben. Hier befindet sich das älteste Holzkarussell Bayerns. Im Sommer drehen sich Tiere, Wagen, Schlitten und Kutschen aus Holz zur Musik. Im Winter gibt es hier einen kleinen, beschaulichen Weihnachtsmarkt.
Der Monopterus ist ein kleiner Rundtempel im griechischen Baustil. Er befindet sich auf der höchsten Erhebung des Parks, so dass der Besucher von hier oben einen wunderschönen Ausblick auf München hat. Der Hügel entstand durch die Aufschüttung von Bauschutt. Den griechischen Pavillon gibt es bereits seit dem Jahr 1836 im Englischen Garten. Am Fuße des Monopterus frönen im Sommer viele Münchner der Freikörperkultur. Daran stört sich heutzutage niemand mehr.
Das Zentrum des Englischen Gartens bildet der Kleinhesselhoher See. Im See befinden sich drei Inseln, die Königininsel, die Kurfürsteninsel und die Regenteninsel. An den Ufern können Kinder die zahlreichen Enten füttern. Hier befindet sich auch ein Tret- und Ruderbootverleih, so dass man sich sportlich betätigen und gleichzeitig die wunderschöne Natur genießen kann. In den 80-er Jahren wurde direkt am See noch ein Amphitheater errichtet, in welchem im Sommer Open Air Veranstaltungen stattfinden. Der bekannte Biergarten „Aumeister“ befindet sich ebenfalls am Ufer des Sees. Auch das Seehaus ist ein beliebter Treffpunkt im Sommer.
Der Englische Garten ist ganzjährig geöffnet, der Eintritt ist frei. Auch Behinderte können sich ohne Einschränkung im Park bewegen. Die japanische Teezeremonie findet vom 1. April bis zum 31. Oktober jedes zweite und vierte Wochenende im Monat statt. Die Vorführungen sind samstags und sonntags jeweils um 15, 16 und 17 Uhr.
