Flughafen München

Flughafen München

Der Flughafen in München wurde nach dem ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß benannt, welcher an der Gründung des Flugzeugherstellers Airbus beteiligt war. Der Airport wurde am 17. Mai 1992 eröffnet und ist nach dem Frankfurter Flughafen der zweitgrößte Verkehrsknotenpunkt in der deutschen Luftfahrt. Was die Anzahl der Fluggäste betrifft, so rangiert der Münchner Flughafen an siebter Stelle in Europa.

Vor 1992 befand sich der Münchner Flughafen in München-Riem. Dieser ursprüngliche Flughafen wurde bereits im Jahr 1939 gebaut, konnte aber erst nach dem Weltkrieg für zivile Zwecke in Betrieb genommen werden. Als ein Ausbau des Flughafens im Gespräch war, wurde schnell klar, dass dies wegen der geringen Entfernung zur Münchner Innenstadt nicht möglich ist. Als dann im Jahr 1960 ein Flugzeug auf eine Straßenbahn stürzte und 55 Menschen tötete war klar, dass ein neuer Flughafen fernab von der Münchner Innenstadt gebaut werden musste. Nachdem man sich dann 1969 endgültig für einen Neubau im Erdinger Moos entschieden hatte, waren noch verschiedene juristische Hürden zu nehmen, so dass der Bau erst im Jahr 1979 begonnen werden konnte. Im Jahr 1985 musste nach erneuten Klagen ein Baustopp eingelegt werden. Der Bau konnte dann erst zwei Monate später fortgeführt werden. Drei Startbahnen wurden nicht genehmigt und strenge Richtlinien zum Nachtflugverbot mussten akzeptiert werden. Im Jahr 1992 konnte dann der neue Flughafen mit zwei Startbahnen endlich in Betrieb genommen werden. Der komplette Flugbetrieb zog in einer Nacht vom alten Flughafen in München-Riem in den neuen Airport nach Erding um. Der Flugbetrieb wurde am nächsten Morgen pünktlich um 6 Uhr wieder aufgenommen.

Der Münchner Flughafen bietet Besuchern jedoch viel mehr als die Möglichkeit zu verreisen. Auch für Touristen lohnt sich ein Ausflug zum Airport. Um die Flugzeuge beim Starten und Landen beobachten zu können, wurde ein Besucherhügel errichtet. Gegen ein Entgelt von nur einem Euro kann der Besucher hier solange verweilen, wie er möchte. Der Besucherhügel ist 28 Meter hoch, und der Besucher muss 172 Stufen erklimmen, bevor er den tollen Ausblick aufs Rollfeld genießen kann. Mit Kinderwagen und Rollstuhl ist der Besucherhügel leider nicht zugänglich.

Auf die Besucherterrasse können hingegen auch Familien mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer gelangen. Über eine Glasröhre, den Skywalk, gelangt man auf die Besucherterrasse. Von oben hat man eine optimale Sicht auf die Start- und Landebahnen. Auch Fernrohre stehen den Besuchern zur Verfügung. Der Eintritt kostet pro Person 2 Euro, Kinder bis 6 Jahre und Rollstuhlfahrer müssen nichts bezahlen.

Um den Alltag am Münchner Flughafen näher kennenzulernen werden Flughafentouren mit dem Bus angeboten. Die Tour dauert etwa 50 Minuten, und der Besucher lernt 40 Bereiche des Airports näher kennen. Dabei erhalten die Besucher viele Informationen rund um den Flughafen-Betrieb. Einzelpersonen können jederzeit an der Tour teilnehmen, Gruppen ab 20 Personen können einen Termin vereinbaren. Die Kosten für die Flughafentour hängen vom Umfang ab. Auf der Webseite http://www.munich-airport.de können die verschiedenen Preisstaffeln eingesehen werden.

Im Besucherpark werden neben den drei historischen Flugzeugen: Junkers Ju 52, Douglas DC-3 und Lockheed L – 1049 G Super Constellation auch der Rettungshubschrauber “Christoph 1″ vom Typ MBB BO 105 (Bölkow Bo 105) ausgestellt. Der Hubschrauber wurde als erste Serienmaschine dieser Art im November 1970 in München Harlaching für die zivile Luftrettung in Dienst gestellt.

Alle Exponate wurden liebevoll restauriert und stehen gegen ein geringes Entgelt täglich zwischen 9.30 und 17 Uhr für Besichtigung zur Verfügung. Die Flughafenausstellung im Besucherpark kostet keinen Eintritt und ist täglich von 9.30 bis 18 Uhr geöffnet. In einem Kino mit 60 Sitzplätzen werden mehrere Filme rund um den Flughafen in München gezeigt. Im Frühjahr und im Sommer können Besucher auf einem 18-Loch-Platz sogar Minigolf spielen. Für Kinder zwischen drei und zehn Jahren gibt es ein Kinderland, wo Eltern die Kinder gut unterbringen können, während sie einen Fluggast abholen. Zahlreiche Restaurant-Betriebe, Geschäfte und Kioske runden das reichhaltige Angebot am Münchner Flughafen ab.

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