Schloss Nymphenburg

Schloss Nymphenburg

Schloss Nymphenburg in München gehört mit Sicherheit zu den schönsten Schlössern der Welt. Der Besucher kann auch den wunderschönen Schlosspark und vier kleine Burgen besichtigen. Das Schloss im Das Schloss im Barockstil wurde bereits 1664 westlich von München erbaut. Das Sommerschloss wurde anlässlich der Geburt des Kurfürsten von Bayern errichtet. Später wurde das schlichte Schloss dann nach und nach, unter Anleitung des Kurfürsten Max Emanuel selbst, erweitert. König Ludwig der II wurde 1845 im Schloss Nymphenburg geboren, und empfing dort im Jahr 1863 seinen langjährigen Freund Otto von Bismarck. Im zweiten Weltkrieg blieb das wunderschönes Schloss weitgehend unversehrt.

Im Jahr 1675 wurde der Mitteltrakt, der eine schlichte kubische Form hat, fertiggestellt. In den Jahren 1702 bis 1704 wurden die zwei Galerien neben dem Hauptschloss errichtet, daran anschließend folgten dann zwei nördliche und zwei südliche Pavillons. An die Pavillons angeschlossen wurden dann von Kurfürst Karl Albrecht die Orangerie und der Marstall.

Die meisten Räumlichkeiten sind noch immer im ursprünglichen Barockstil erhalten. Einige wurden jedoch im Laufe der Zeit an die Stilrichtung des Rokoko und des Klassizismus angepasst. Einer der wichtigsten Räume ist sicher der Steinerne Saal, der früher als Festsaal diente. Der Saal befindet sich im Mittelpavillon und erstreckt sich über drei Ebenen. Sehenswert ist das daran anschließende, holzvertäfelte Vorzimmer, sowie das mit Wandteppichen dekorierte Audienzzimmer und das ehemalige Schlafzimmer. Dieses enthält die Kleine Schönheitsgalerie, die Hofdamen aus Versailles zeigt. In den einzelnen Räumen findet man Portraits der früheren Bewohner des Schlosses. Besonders sehenswert ist auch das sogenannte Lackkabinett, dessen Wände fast komplette mit lackierten Tafeln bedeckt sind, welche Szenen aus einem chinesischen Roman zeigen. Berühmt ist auch die Schönheitengalerie von König Ludwig I von Bayern. Hier findet man die Portraits von 36 Münchner Damen aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten.

Das Marstallmuseum befindet sich in den früheren Stallungen des Schlosses. Hier kann der Besucher eine der größten Kutschensammlungen in Europa bewundern. Außerdem können wunderschöne Stücke aus der Nymphenburger Porzellanmanufaktur angesehen werden. Führungen durch die Manufaktur selbst, können nur nach schriftlicher Anmeldung eingeplant werden. Die Besucher können außerdem die Schlosskapelle besichtigen, und seit dem Jahre 1990 gibt es im Schloss das Museum Mensch und Natur.

Die Parkanlage des Schlosses gilt als Meisterwerk der Gartenbaukunst. Das Schloss in Versailles wurde als Vorbild für die Gestaltung der Gartenanlage benutzt. Der wunderschöne Garten wird ringsum von einer Gartenmauer umgeben. Ein Kanal unterteilt die Parkanlage in zwei Hälften. Am kleinen See, im nördlichen Teil, befindet sich die Pagodenburg. Der Apollotempel und die Badenburg befinden sich am Großen See, im südlichen Teil des Gartens. Im südöstlichen Teil wurde die Amalienburg errichtet. Sehr verspielt wirkt der Wassergarten, der sich am Schlosskanal befindet, und mit Kaskade und Fontänen beeindruckt. Im Park wurden viele Statuen aufgestellt, die vor allem römische Gottheiten darstellen. Drei Blumengärten bieten den Besuchern im Frühling und im Sommer ein wunderschönes Bild. An die Parkanlage schließt sich der Botanische Garten an, der jedoch nicht mehr zum Schloss Nymphenburg gehört.

Das Schloss kann von April bis 15. Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr besichtigt werden. Ab dem 16. Oktober bis zum März sind die Öffnungszeiten täglich von 10 bis 16 Uhr. Geschlossen ist das Schloss lediglich am 1. Januar, Faschingsdienstag, und am 24., 25. und 31. Dezember. Der Eintrittspreis beträgt 5 Euro. Es sind auch ermäßigte Eintrittskarten zum Preis von 4 Euro erhältlich. Wenn man zusätzlich noch die Parkburgen und das Marstallmuseum besichtigen möchte, erhält der Besucher eine Kombikarte zum Preis von 10 Euro, ermäßigt für 8 Euro. Im Winter sind die Parkburgen, bis auf die Amalienburg, geschlossen, so dass sich der Eintrittspreis auf 8 bzw. 6 Euro verringert. Der Bus Nr. 51 und die Tram-Linie Nr. 17 halten direkt am Schloss Nymphenburg. Das Schloss kann auch mit dem Auto angefahren werden, es stehen 450 Parkplätze zur Verfügung.

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