Tierpark Hellabrunn
Der Tierpark Hellabrunn existiert bereits seit 1911 und wurde als sogenannter Geo-Zoo konzipiert. Er war der erste Zoo dieser Art weltweit. Die Tiere wurden entsprechend ihrer geographischen Herkunft in Gemeinschaften gegliedert, so dass man beim Besuch des Tierparks eine kleine Weltreise macht. Die Tiere leben hier in großen Gehegen, die weitgehend dem Naturraum der Tiere entsprechen. Auf Zäune wurde bewusst verzichtet, damit der Besucher einen freien Blick auf die Tiere hat. Durch ein Grabensystem werden die Besucher vor eventuellen Angriffen der Tiere geschützt. Die Anzahl der Arten wurde auch bewusst eingeschränkt, um weniger Tierarten eine Umgebung zu bieten, die ihrer Herkunft am besten entspricht.
Den Besuchern werden gerade durch dieses Konzept besondere Attraktionen geboten. So können sie zum Beispiel freilaufende Totenkopfäffchen bewundern, oder durch die Fledermausgrotte schlendern. Die Elefanten werden ohne Ketten gehalten und leben zusammen mit Wasseragamen und tropischen Fischen. In einem großen Bau können Blattschneiderameisen bei der Arbeit beobachtet werden, Falken werden den Besuchern im Freiflug präsentiert.
Die kalifornischen Seelöwen führen ihre kleinen Kunststücke von April bis Oktober täglich um 11.30 und um 14.30 Uhr vor, außer freitags. Der Freiflug der Greifvögel kann bei gutem Wetter täglich ab 13 Uhr beobachtet werden. Die Tierpfleger erzählen dabei allerlei Interessantes über die gefiederten Räuber. Die Pelikane werden von Mai bis Oktober täglich um 11.30 und 15.30 Uhr gefüttert. Für 50 Cent können Kinder den Pelikanen einen Fisch verfüttern. Von April bis Oktober findet auf der Elefantenanlage jeden Tag um 14 Uhr eine Dschungelpatrouille statt. Die türkischen Dunektauben führen täglich um 15 Uhr ihre Kunststücke vor. Die Zebramangusten können täglich um 14 Uhr in Aktion erlebt werden.
Im Streichelgehege können Kinder Hirsche, Zwergziegen und Skudden füttern. Das spezielle Futter wird an einem Automaten ausgegeben. Im Urwaldhaus wohnen Gorillas und Schimpansen zusammen mit Reptilien, Vögeln und Fischen unter einem Dach. Hier befindet sich auch ein 12 Meter langes Korallenriff, und das 1938 erbaute große Aquarium mit verschiedenen Giftschlangen. Im Orang-Utan-Paradies können die Besucher auch Gibbons, Varis, Kattas und Totenkopfäffchen beim Spielen beobachten. Dem Besucher stehen auch das Elefantenhaus, das Schildkrötenhaus und das Dschungelzelt zur Besichtigung offen. Das Polarium umfasst Pinguine, Eisbären, Moschusochsen und Robben. In der Großvoliere erhalten die Besucher Einblick in die faszinierende Welt verschiedener Vogelarten.
Der Zoo in München ist von April bis September von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Von Oktober bis März sind die Öffnungszeiten täglich von 9 bis 17 Uhr. Vom 15. bis 31. März ist der Tierpark von 9 bis 18 Uhr zugänglich. Die Tierhäuser werden jedoch bereits eine halbe Stunde vor der Schließung des Tierparks geschlossen. Eine Tageskarte kostet für Erwachsene 9 Euro, Kinder von 4 bis 14 Jahren zahlen 4,50 Euro Eintritt. Für Schüler und Studenten gilt ein Eintrittspreis von 6 Euro, Rentner bezahlen 6,50 Euro. Schwerbehinderte und Grundwehrpflicht- und Zivildienstleistende erhalten einen ermäßigten Eintrittspreis von 6 Euro. Außerdem werden kleine und große Familienkarten angeboten. Die kleine Familienkarte gilt für einen Erwachsenen und zwei oder mehr eigene Kinder und ist für 11 Euro erhältlich. Die große Familienkarte gilt für zwei Erwachsene und zwei oder mehr eigene Kinder und kostet 20 Euro. Gruppen erhalten besondere Ermäßigungen.
Den Tierpark Hellabrunn erreicht man entweder mit der U3, mit welcher man dann bis zur Station Thalkirchen fährt, oder mit der Buslinie 52 bis zur Endstation Tierpark (Allemannenstraße). Bei den Eingängen stehen zudem Parkplätze zum Preis von 3 Euro zur Verfügung.
